JOSEF TRATTNER. DONAU-SOFAFAHRT & "Wem Gehört die Stadt"

Dominikanerkirche & Museum Krems

„Die Dominikanerkirche lässt vordergründiges Agieren nicht zu, sondern zwingt zu ‚zarter‘ Sachlichkeit und Farbigkeit. Für Ausstellungen im herkömmlichen Sinne eignet sich dieser Raum nicht wirklich. In meiner Installation steht der Dialog mit dem Raum, den Farben und der Akustik im Vordergrund. Auch derFluss, die Donau, istein wesentlicher Bestandteil. Das Material Schaumstoff,das bei seiner Entstehung ein Fließen erfährt, zwingt sich inhaltlich nahezu auf.“Josef Trattner

 Seit 2004 bereist Josef Trattner mit seinem rotenSchaumstoffsofa europäische Länder wie Rumänien, Bulgarien, Polen und die Türkei. Das Sofa fungiert als Plattform, als Begegnungsort, auf dem der Künstler mit unterschiedlichen geladenen Gästen aus der Kulturszene Gespräche über Leben, Gemeinschaft und Kultur führt. Das Sofa wird zur sozialen Plastik in der Stadt und der Landschaft. Man könnte Trattner als einen nomadischen „SoFisten“ bezeichnen. Mit dem Begriff des „Sophisten“ wurden im 5. Jahrhundert v. Chr. Wanderlehrer bezeichnet, dieihre Schüler auf humanistischeWeise Rhetorik, Politik, Philosophie und Ethik lehrten. So hat Josef Trattner 2016 seine Sofafahrt amDonauweg vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer flussabwärts absolviert. Eine Sofa-Flussanlegestelle ist auch Krems gewesen. Im Rahmen der im Sommer 2019 ausgerichteten Ausstellung Land Artin der Kunsthalle Krems (14.07.–03.11.2019) wird das Donau-Sofa-Projekt mit Film-und Fotodokumentationen präsentiert, begleitet vonSofa-Veranstaltungen in der Kremser Donau-Region.

 

Wem gehört die Stadt? Krems und Stein gestalten im 16. Jahrhundert

Dank kaiserlicher Privilegien und günstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erfuhr die Doppelstadt Krems und Stein ab dem späten 16. Jahrhundert einen lang anhaltendend Wohlstand. Ausdruck davon ist eine Vielzahl von Bauten, Monumenten und Objekten, die beide Städte bis heute prägen.

Mit diesen „großen und kleinen Dingen“ versuchten Stadtherren, Bürgerinnen und Bürger sowie kirchliche und weltliche Institutionen der Stadt ihren Stempel aufzudrücken: Wer eine Stadt mitgestaltet, erweist sich als politischer „Player“.

Die Ausstellung „Wem gehört die Stadt?“ rückt die bestimmenden Akteurinnen und Akteure und die Strategien ihrer politischen Teilhabe durch Investitionen in Krems und Stein in den Mittelpunkt.

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